Unsere Neuigkeiten vom Herbsbt 2013

 

 

Jeweils im Herbst schliessen die Studierenden mit einer Diplomarbeit
ihre Diplomausbildung IHK ab. Für alle eine reiche, vielfältige Ernte...

 

 

 

Dejan, 8 Jahre, malt am Schluss der Stunde ein Kartenspiel. Zuerst ein rotes Quadrat mit zwei schwarzen Halbkreisen. Dann malt er schwarze Quadrate. In diese malt er verschiedene Formen von Feuer, Lava und einen Feuerspucker.


Das nächste Mal malt Dejan am selben Bild weiter. Links neben dem ersten Blatt hänge ich auf sein Verlangen ein weiteres Blatt auf. Dort malt er eine rote und eine schwarze Figur, welche miteinander kämpfen. Oben gibt es Striche, wenn jemand einen Punkt verliert, und unten gibt es Kreise für Punkte, wenn jemand gewinnt. Gut und Böse kämpfen miteinander, die rote Figur ist gut, die schwarze Figur böse. Beide tragen Perlen um den Hals. Beim Nachfragen wird klar, dass es sich bei den Perlen um Diamanten handelt. Die schwarze Figur hat einen Flügel. Beide können Feuer spucken.



Dann möchte Dejan, dass ich ein weiteres Blatt aufhänge, wieder links vom letzten Blatt. Dort stellt er wieder ein Kartenspiel dar. Es sind magische Karten. Auf einer Karte ist ein Diamant abgebildet. Wenn der Diamant auf der Karte aktiviert wird, ist der Schutz für die Figur aktiv. Die anderen Karten besitzen ebenfalls magische Kräfte. Sie können schiessen und die Karten mit Feuer können Feuer machen.



Als Dejan fertig ist, frage ich ihn, wie es den beiden Figuren gehe. Zuerst antwortet er: «Gut.» Dann meint er ganz leise und schaut dabei zu Boden: «Aber sie sind beide verletzt.» Ich frage, ob sie wieder gesund werden könnten.

Dejan darauf: «Ja, denn sie haben Selbstheilungskräfte.»

 

Ausschnitt aus der Diplomarbeit von Barbara Demont:
«Gegensätze, Polaritäten - Konflikte in der Kunsttherapie am Modell des Begleiteten Malens»

 

Folgende, weitere Themen wurden behandelt:
«Man muss seine Vorurteile und Erwartungen loslassen. Damit man die Freiheit erhält in andere Welten zu reisen»
(Donna Williams) Ursula Armgwerd-Schneider
«Interventionen im Begleiteten Malen-wie Malende einen Zugang zu ihrem Potenzial finden können»
Bettina Lea Bradt
«Gegensätze, Polaritäten-Konflikte in der Kunsttherapie am Modell des Begleiteten Malens» Barbara Demont
«Von der Resignation in die Imagination-«Angehörigenarbeit» aus dem Blickwinkel der Kunsttherapie» Birgit Fenkl
«Begleitetes Malen in der Pupertät bei Mädchen» Isabelle Grimm
«ADHS-Ein Erfahrungsbericht aus der kunsttherapeutischen Atelierarbeit» Evelyn Fischbach
«Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung» Christine Heinzen
«Übernommene Werte. Wie Bewertungen den Kontakt zu unseren tieferen Gefühlen und unserer Intuition verhindern» Eva Seraphine Kauss
«Unterschiedliche kunsttherapeutische Techniken» Jasmin Müller
«Malen im Schulatelier. Schüchternheit bei Kindern»
Daniela Rotzetter
«Dem Leben Farbe geben. Entstehung einer Malgruppe in einem Altersheim» Mirjam Quitter
«Was ist zu berücksichtigen beim Aufbau eines Malateliers. Wie führe ich Malende an das Bild»
Renata Wiget
«Flow-Erleben. Das begleitete Malen als Möglichkeit für körper- und geistigbehinderte Erwachsene selbstverständliches und selbstvergessenes aktives Dasein zu erfahren» Ursula Zinniker

 





Aus dem IHK Sekretariat


«Seit dem 20. August wurde mein berufliches Leben um viele Facetten reicher. Als Nachfolgerin von Doris Vogel bin ich seither Montag, Dienstag und am Donnerstag Ihre neue Kontaktperson in der Administration des IHK. Jeder Tag im Institut bietet wahre Wundertüten an bunten Überraschungen, was mir ebenso gefällt wie entspricht. Im Hintergrund kümmere ich mich um die finanziellen Belange des Instituts. Ich pflege die Datenbank, zu einem späteren Zeitpunkt dann die Webseite und unterstütze die Leitung in allen ihren Aufgaben.


Neben meiner Tätigkeit am IHK arbeite ich Teilzeit als Nachtfrau in einem Frauenhaus. Ich bin überzeugte Anwenderin des Begleiteten Malens, egal ob ich maltherapeutisch begleite oder als Klientin selbst male. Diese Begeisterung für einen ganz besonderen und kreativen Beruf möchte ich mit Ihnen teilen!» Esther Graf


Zur Erinnerung unsere Öffnungs- und Telefonzeiten:

  • Montag, Dienstag und Donnerstag 10 – 12 und 13 – 16 h 
  • Das Telefon ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 13 – 16 h besetz
  • E-Mail: info@kunsttherapie.ch


Kurzmitteilungen

Initiative Kunsttherapeut/ -innen
Wer kunsttherapeutisch tätig sein will, muss auf ein gutes Mass an Eigeninitiative zählen können. Dank dieser werden z.B. neue Stellen geschaffen, so wie es Mirjam Quitter in ihrer Diplomarbeit: «Dem Leben Farbe geben; Entstehung einer Malgruppe in einem Altersheim» eindrücklich beschreibt.


Ebenfalls beeindruckend ist die Gründung des Vereins « Flüchtlinge malen » in Bern. Seit März 2012 unterstützen professionelle Kunsttherapeutinnen Flüchtlingskinder und Erwachsene, indem sie einmal wöchentlich im Aufenthaltsraum des Berner Durchgangszentrums Malen anbieten. Die Malbegleiterinnen arbeiten ehrenamtlich. Das Material wird vom Verein «Flüchtlinge Malen» via Spendengelder bezahlt.


Verein Flüchtlinge Malen,
Präsidentin Esther Quarroz, Zähringerstr. 61, 3012 Bern info@perspektiven.entwickeln.ch

Information und Anmeldung:
Silvia Weiss, Schlossmatte 22 3185 Schmitten Tel. 026 496 02 07, weiss.silvia@bluewin.ch

Das IHK_Kunsttherapie_Computerprogramm
Nochmals neu überarbeitet wurde das IHK_Kunsttherapie_Computerprogamm, das allen Absolvent/ -innen des IHK kostenlos angeboten wird. Zahlreiche Details wurden überarbeitet. Neu kann z.B. problemlos zwischen den Be-

handlungsprotokollen für das Begleitete Malen und dem Lösungsorientierten Malen gewechselt werden. Es wird in Zukunft möglich sein, einfach Updates zu installieren oder das Pogramm für die gesamte Kursadministration (Rechnungen, Formulare etc.) zu erweitern (kostenpflichtig). Vielen Dank an Bettina Egger und Jörg Merz, sie haben das Programm in jahrelanger Arbeit entwickelt. Und vielen Dank an Sven Jaster, der mit viel Geduld immer wieder Änderungswünsche von Bettina, Jörg und mir technisch umsetzte und dies weiter tun wird.
Download des IHK_Kunsttherapie_Computerprogamms ab Anfang Dezember unter: www.kunsttherapie.ch > Forum


Veranstaltungen


2. Fachsymposium der KSKV, 9. November 2012
Ihr zweites Fachsymposium führt die KSKV erstmals im psychiatrischen Universitätsspital Bern UPD BE durch.

Thema des Symposiums:
« Werk oder Augenblick, vom Dritten in der Kunsttherapie » mit Prof. Dr. phil. Karin Dannecker und Peter Sinapius Ph.D

5. Schweizer Kunsttherapietag, 10. November 2012
Ebenfalls am neuen Ort, im psychiatrischen Universitäts- spital Bern, findet am Samstag, 10. November der bereits fünfte Schweizerische Kunsttherapietag statt. Als Hauptreferent konnte Prof. Dr. Harald Gruber gewonnen werden. Er spricht über Kunsttherapie in der Onkologie.
Zudem wird über die neusten berufpolitischen Entwicklungen informiert. Am Nachmittag können Workshops in den verschiedenen Fachrichtungen besucht werden.

GKP – Sektion HKM Tagung, 24. November 2012
Die GPK_HKM Tagung findet dieses Jahr im Kirchgemeindehaus Neumünster: Kleiner Saal, Seefeldstrasse 91 8008 Zürich (Tram Nr. 2/4, Haltestelle Feldeggstrasse) statt.

Programm Vormittag:

  • Informationen IHK, Berufspolitik, Urs Hartmann
  • Informationen LOM®, Bettina Egger
  • Themensuche für die Weiterbildung 2013
  • Informationen einer AG zum Indikationskatalog

Programm Nachmittag:
«Kunsttherapeutisches Arbeiten mit Tätern»
Referat und Praxisbericht von Dr. phil. Évi Forgó, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Kunsttherapeutin IHK

Vernissage Modul Kunst IHK, 15. Dezember 2012
Am Samstag, 15. Dezember um 14 h werden wir die Abschlussausstellung der Absolvent/-innen des Moduls Kunst in Weggis eröffnen.

Es stellen aus: Ina Brueckel Rhyner, Anita Fry, Isabelle Grimm, Heidi Lätsch, Annina Mastromatteo-Tunger, Urs Seemann, Claudia Zürcher-Weber


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