Unsere Neuigkeiten vom Herbst 2014

 

Lascaux Betriebsbesichtigungen für IHK Schüler und Schülerinnen
Diese werden 2 bis 3 Mal jährlich durchgeführt. Nächste Termine:
Donnerstag 2. Oktober 2014, 13 h bis 15 h
Montag 24. November 2014, 10.30 h bis 12 h
Anmeldung per E-Mail oder Telefon bis spätestens 10 Tage vor dem Besichtigungstermin an Lascaux Colours & Restauro, Matthias Blülle, m.bluelle@lascaux.ch, 044 807 41 46 oder 044 807 40 40

 

 

Unsere Neuigkeiten vom Herbst 2014

 

 

Über die Qualität des Farbmaterials
Von Barbara Diethelm, Inhaberin und Leiterin von Lascaux Caolours & Restauro in Brüttisellen/ZH
In der Kunsttherapie geht es um etwas Kostbares: den Schatz der inneren Bilder zu manifestieren. Die Qualität des Farbmaterials spielt dabei eine wesentliche Rolle, denn über das Material manifestiert und materialisiert sich das Bild. Es ist naheliegend, in der Kunsttherapie das bestmögliche Material zu verwenden, weil es den Malenden die grösstmögliche Freiheit im schöpferischen Ausdruck gibt.


Schon als Kind wurde ich auf die Qualitätsunterschiede beim Farbmaterial aufmerksam. Die Bilder, die ich zuhause mit den Gouachefarben aus der Manufaktur meines Vaters malte, waren stärker im Ausdruck als jene in der Schule, für die ich herkömmliche Wasserfarben minderer Qualität zur Verfügung hatte. Sie wirkten im Vergleich flach und fade und vermochten nicht das auszudrücken, was ich fühlte. Ich merkte: das hat mit dem Farbmaterial selbst zu tun. Aus dieser persönlichen Erfahrung entwickelte ich schon früh eine Sensibilität für Qualitätsunterschiede. Diese Sensibilität hat mich geprägt, und aus ihr bildete sich meine Philosophie in der Entwicklung von Farben. Das Material soll uns nicht vorgeben, wie wir arbeiten, sondern es soll uns den Weg zu neuen Möglichkeiten eröffnen. Wenn das Ausgangsmaterial klar, rein und von bester Qualität ist, dann trägt es die höchst mögliche Lebensenergie und somit das grösste Potential in sich.


Die sichtbare Qualität zeigt sich in den Verarbeitungseigenschaften und Merkmalen einer Farbe. Sie sind begründet in der Qualität der Rohstoffe und ganz besonders in der Sorgfalt bei der Herstellung. Unser wichtigstes Anliegen ist es, Künstlern und Farbpraktikern das beste Material in die Hand zu geben. Deshalb ist es mein Grundsatz, dass Lascaux Farben nur diejenigen Pigmente und Bindemittel enthalten, die in Verbindung mit unserem reinen Wasser und zahlreichen anderen Komponenten eine harmonische und kraftvoll-reiche Komposition ergeben. Dies ist nur mit Zutaten höchster Qualität möglich.


Beste Qualität und hohe Pigmentkonzentration geben einer Farbe konkret erlebbare Eigenschaften: sie bieten höchste Farbkraft und Reinheit, und sie machen die Farbe ergiebig und vielfältig anwendbar. Erst dies ermöglicht den Malenden grösste Freiheit im kreativen Gestaltungsprozess.


Ebenso wichtig ist mir die «unsichtbare» Qualität, die einer Farbe innewohnt und wahrnehmbar ist. In ihr lebt die Wertschätzung des Menschen, seines handwerklichen Könnens und seiner Kreativität. Dieser innere Wert wird in einem Bewusstsein für das Material an sich erlebt. Genauso wie der Körper das Gefäss für das Geistige und Seelische bildet, so ist das Farbmaterial das Behältnis für die Ideen. Auf die gleiche Weise, wie wir ein Körperbewusstsein entwickeln, müssen wir in unserer Arbeit ein Bewusstsein für das Farbmaterial herausbilden.


Vor Jahrtausenden malten unsere entfernten Vorfahren in den Lascaux-Höhlen die ersten Bilder. Diese wunderbaren Darstellungen sind eines der frühesten Zeugnisse menschlichen Ausdrucksvermögens. Sie sind Anfangspunkt und Symbol einer authentischen Kunst als Sinnbild der Wirklichkeit. Fast alles in der Welt hat sich seither gewandelt – nicht aber unser Verlangen, die Empfindung der Weltsichtbar zu machen.



Hinweise und Veranstaltungen


Modul Berufsrolle IHK
Für eine erfolgreiche Berufsausübung spielen organisatorische und wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Ein eigenes klar definiertes berufliches Leitbild und gekonnte berufspolitische Argumentation im paramedizinischen Umfeld sind dabei unerlässlich.


Dass die Bestimmungen zur Zulassung zur Höheren Fachprüfung das Modul «Berufsrolle» verlangen, hat seine guten Gründe. In diesem Modul stehen das praxisbezogene Üben einer überzeugenden Kommunikation und kompetenten Argumentation im stark umkämpften Gesundheitswesen sowie die eigene erfolgreiche Organisation und Betriebsführung im Vordergrund. Eine Aufgabe besteht z.B. darin, ein eigenes Leitbild (wie verstehe ich meine Art zu Arbeiten und welche Zielgruppe will ich erreichen?) zu definieren und für die Betriebsführung ein Budget zu planen und zu erarbeiten. Wie komme ich zu Klienten? Wie und wo werbe ich erfolgreich für meine Arbeit? Wie gestalte ich meinen Internetauftritt? Wie kalkuliere ich, dass ich in absehbarer Zeit auch verdiene? All das ist für einen überzeugenden Auftritt in der Öffentlichkeit ausschlaggebend. In diesem Modul wird der Aufbau eines eigenen Ateliers praxisbezogen erarbeitet, aber auch das Bewerben in einer Institution. Wie präsentiere ich diesen Beruf und wo könnte die Kunsttherapie in der Palette der heilenden Massnahmen einwirken und ideal ergänzen? Worin genau liegen die Stärken dieses Berufs und natürlich mir selbst?


Ein wichtiger Punkt im Modul Berufsrolle ist die Definition, die Umsetzung und Überprüfung von Qualitätsstandards. Dazu gehört auch die Berufsethik und eine umfassende Berichterstattung. Mit diesen Instrumenten machen wir den Prozess der therapeutischen Arbeit transparent für unser eigenes Schaffen, aber auch gegenüber Klienten und Kostenträgern wie Krankenkassen und erfahrungsmedizinischen Registern (z.B. EMR, Asca usw).


Zudem ist es beeindruckend, einen vertieften Einblick ins Gesundheits- und Sozialwesens zu erhalten und sich klarer zu werden, wo Defizite erkennbar sind und wo konkret Chancen brachliegen.


Der Dozent Ruedi Wyssen, Betriebspsychologe FH/ Betriebsökonom FH, stellt an der nächsten Jahrestagung GPK / Sektion HKM am 29. November 2014 das Modul Berufsrolle näher vor.


Modul Berufsrolle IHK: 6 Zweitagesblöcke, jeweils freitags und samstags in Zürich. Nächster Beginn: 30. Januar 2015


Modul Kunst IHK
Abschlussausstellung von Sabine Bino, Silvia Bodo-Glaus, Monika Brun, Eva Burkhardt Schüpbach, Daniela Rotzetter und Rosa Zürcher im Hotel Rigi in Weggis.
13. Dezember 2014 bis 20. Juni 2015.
Vernissage: 13. Dezember 2014, 14 h



«VISEUR» ein kunstpädagogisches Lehrmittel
Das Lehrmittel «VISEUR» fördert die Auseinandersetzung mit Ästhetik und Kreativität und eignet sich hervorragend für die kunsttherapeutische Arbeit. «VISEUR» unterstützt das Lernen und sensibilisiert die Sinne – ganz unabhängig davon, wie jung oder alt, wie gesund oder beeinträchtigt die Spielenden sind. Gottfried Honegger gründete 2008 die Stiftung, bei der die Lehrmittel kostenlos erhältlich sind.
Die Stiftung nimmt gerne Bestellungen entgegen: www.kunstpaedagogik.ch


Kunsttherapie-Symposium 2014 Psychiatrische Klinik Wil/Clienia Littenheid «Kristalle – Schärfung des Blickes auf die Kunsttherapie des 21. Jahrhunderts»


Programm Freitag 19. September:

  • Prof. Dr. Penelope Orr, USA: Digital Media: Limitless and Limited
  • Prof. Dr. Susan Hogan, UK: Visions for the Future of Art Therapy: Innovations in Theory, Methodology & Research
  • Dr. Janos Marton, USA: The Living Museum New York. Alle Beiträge werden simultanübersetzt

Programm Samstag 20. September

  • Prof. emer. Dr. Barbara Wichelhaus: Formative Evaluation in neuen kunsttherapeutischen Anwendungsfeldern
  • Dr. phil. Yvonne Volkart:Fluide Subjekte. Körper und Subjektentwürfe in Theorie und Kunst heute
  • Dr. phil. Bettina Egger: Kunsttherapie Schweiz – quo vadis?


An den Nachmittagen finden Workshops statt. Detaillierte Informationen auch unter www.gpk-verband.net/ home/aktuelles-kunterbunt/


KSKV Veranstaltungen
(Achtung, neuer Veranstaltungsort)
Sorell Hotel Ador, Laupenstrasse 15, 3001 Bern


Fachsymposium KSKV, Freitag 7. November 2014
Kunsttherapie und Körper


Schweizer Kunsttherapietag, Samstag 8. November 2014
Kunsttherapie und Demenz


Weitere Inforamtionen: www.kskv-casat.ch


GPK – Sektion HKM Tagung, Samstag, 29. November 2014
Kirchgemeindehaus Neumünster, Seefeldstrasse 91, 8008 Zürich

 

Vormittag:    Informationen IHK, ILOM®, Berufspolitik
Nachmittag: Weiterbildung mit Bettina Egger zum Thema «Begleitetes Malen»

 

Annamaria Fries und Astrid Wenger denken an einen baldigen Rücktritt als Sektionsdelegierte. Deshalb werden zwei Kolleg/innen gesucht, die interessiert sind im 3-er Team mit Monika Sennhauser zusammen, jeweils die Jahrestagungen der Sektion HKM zu organisieren. Interessierte können sich gerne bei Astrid (astrid.wenger@gmail.com) direkt melden.